1841

 

Bereits am 1. Januar leitete Johann Strauss eine Conversation bei besonderem Arrangement in den Sälen zum Sperl, wobei  ab halb 8 Uhr in den oberen Sälen das Strauss-Orchester und  in den unteren Sälen die Militär-Musik unter Leitung von A. Nemetz die neuesten Opernstücke und andere Piecen ernsterer Gattung vortrug.

 

Ein Carnevals-Kalender „des Sperl“ für das Jahr 1841 ist nicht erhalten. Während des Carnevals, der bis zum 23. Februar ging, fanden in den Sälen zum Sperl gemäß Anzeige in der Wiener Zeitung am 6. Januar jeden Sonntag öffentliche Bälle, jeden Donnerstag die beliebten Fortuna-Bälle und jeden Samstag Rococo-Bälle statt.

 

Über die sonstigen öffentlichen Bälle und Gesellschafts-Bälle gab der Saal-Inhaber ein eigenes Verzeichnis heraus, das „im Sperl“ zu haben war und das wir nicht kennen. Wir müssen uns also auf die Anzeigen in den Tageszeitungen stützen.

Das Johann Strauss „im Sperl“ auch dieses Jahr wieder die Musik leitete erwähnte Scherzer gar nicht erst extra. Es war wahrscheinlich jedem bewußt.

 

Insgesamt waren 52 Bälle, nämlich 37 im oberen und 15 im unteren Saal geplant.

Joseph Lanner war wie im Vorjahr wieder für die Musik in dem ganz neu decorierten Saale zur goldenen Birn“ und in Dommayer´s Casino zuständig.

 

Der erste Rococo-Ball „im Sperl“ fand am Samstag, den 9. Januar statt, der erste öffentliche Ball tags darauf. Der Tanzlehrer A. Rabel, der im Vorjahr den Tanz >Lance< erfunden hatte, hielt seine geschlossenen Gesellschafts-Bälle „beym Sperl“ ab, der erste am 19. Januar, der zweite und letzte am 3. Februar und er engagierte ebenfalls Johann Strauss für die Ballmusik, genau wie die anonym bleiben wollenden Herren G. und W., die ebenfalls „im Sperl“ geschlossene Gesellschafts-Bälle abhielten.

 

Über den Veranstalter des geschlossenen Gesellschafts-Balles in dem Saale zum Sperl am 20. Januar gibt es keine Klarheit. In einer Annonce war für diesen Tag ein Ball des Herrn W. angekündigt. Der Veranstalter selbst kündigte seinen Ball in der Wiener Zeitung mit der Unterschrift „Der Lehrer der schnellen Tanzmethode“ an. Möglicherweise soll sich der Tanzmeister Corvin dahinter versteckt haben.  Ein Tanzlehrer mit einem Nachnamen der mit W. beginnt ist nicht bekannt. Für den zweiten Ball des „Herrn Lehrer der schnellen Tanzmethode“ am 15. Februar stellte Johann Strauss sein Orchester zur Verfügung. Er selbst blieb fern.

 

Für den Maskenball zum Besten der Armen, den die Gesellschaft der adeligen Damen schon traditionell mit einer Lotterie verbunden in den k.k. Redoutensälen abhielt, leitete Joseph Lanner die Musik, in Lindenbauer´s Casino in Simmering war Ludwig Morelly engagiert und im Elysium, wo neben Bällen auch unterirdische Wanderungen durch die Welt statt fanden wurden bis zu 6 verschiedene Musiken aufgeboten, die Ballmusik leitete Franz Ballin. Im >Saale zum Mondschein auf der Wieden am Glacis< konnten einige Säle für diesen Carneval noch vor der Demolierung gerettet werden, dort leitete Carl Morelly die Musik, Philipp Fahrbach >zum goldenen Strauß< im Theatergebäude in der Josephstadt und in Zögernitz´s Casino. In den Sälen zum Lichtenberg spielte Johann Sehr und in Kremser´s Localitäten am Währingerspitz Carl Bendl.

 

In den k.k. Redoutensälen spielte Joseph Lanner am 17. Januar mit 2 Orchestern sowohl im großen als auch im kleinen Redouten-Saal. Ebenso wurde Herrn Lanner am 21. Januar „die Ehre zuteil die Musik auf dem Kammer-Balle im Beysein des Allerhöchsten Hofes zu dirigieren“.

 

Die erste Uraufführung eines neuen Johann Strauss´ Werkes des Jahres war beim geschlossenen Ball der Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates am 27. Januar „im Sperl“ , das Opus 128 der „Apollo–Walzer“.

Tags zuvor wurde der wohltätige Gesellschaftsball zugunsten des Armenversorgungshauses der Leopoldstadt und Jägerzeil in den Sälen zum Sperl veranstaltet.

 

Tobias Haslinger war wie immer sehr geschäftig. Am 20. Januar zeigte er das Opus 123, den Walzer „Amors-Pfeile“ aus dem Vorjahr an, am 4. und 22. Januar weitere Hefte von „Die junge Tänzerinn“, die Hefte 22-24,  Opus 122 -124.

Zur gleichen Zeit erschienen auch wieder Werke von Joseph Lanner bei Haslinger. Seit dem Opus 31 im Jahr 1829 waren alle zwischenzeitlichen Lanner-Werke, immerhin 134 Stück, bei Mechetti erschienen. Seine letzten 38 nummerierten und einige Werke ohne Opus-Zahl erschienen im Verlag von Tobias Haslinger.

 

Johann Strauss´ einziger großer Fest-Ball zu seinem Vorteil fand, verbunden mit einem Carnevalsscherz unter der Bezeichnung „Damen-Taubenpost“ am 17. Februar, wie immer „bey außerordentlicher Beleuchtung und Decorierung“ in den Sälen zum Sperl statt und dafür komponierte er die einzige weitere Neuerscheinung des Carnevals, den Walzer „Deutsche Lust oder Donaulieder ohne Text“, Opus 127, den er „Dem löblichen Philharmonischen Vereine in Nürnberg“ widmete. Johann Strauss wurde im Oktober zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Es war schon bald 6 Jahre her, daß Strauss 1835 selbst in Nürnberg war. Was wohl der aktuelle Grund für diese Widmung und der Anlaß für die Ernennung war ?

Am Faschings-Montag fand ein „außergewöhnliches großes Carnevals-Fest bei besonders brillanter Beleuchtung und Decorierung“ unter der Bezeichnung „Der Baßgeige Glück und Ende“ in den Sälen zum Sperl statt.

 

Andreas Nemetz, der Capellmeister des löbl. k.k. 19ten Linien-Infanterie-Regiments Landgraf Hessen-Homburg, der häufig bei größeren Veranstaltungen als Unterstützung mit den großen Musikdirektoren als zweites Orchester auftrat komponierte auch. Am 16. Februar erschien bei Pietro Mechetti der „Schlittage-Walzer“ und die „Eisenbahn-Galoppe“, dem wohlgeborenen Herrn Johann Strauss, Capellmeister des löbl. Ersten Wiener Bürger-Regiments, freundschaftlichst von And. Nemetz gewidmet. Das nächste Werk von Johann Strauss welches bei Haslinger am 1. März erschien war das Opus 124, die „Wiener-Carnevals-Quadrille“. Das Werk war, wie bereits das Opus 82 im Jahr 1835, erneut Ihrer königl. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Louise Prinzessin von Wasa, geborenen Prinzessin von Baden, in tiefster Ehrfurcht gewidmet.

Mit Beginn der Frühlings-Saison gab es wieder einige Wechsel in den Unterhaltungslokalen Wiens und seiner Vorstädte. Joseph Lanner dirigierte persönlich die Instrumental-Musik bei den großen Soiréen die jeden Dienstag in Lindenbauer´s Casino in Simmering stattfanden und bei den Conversationen in der Bierhalle in Fünfhaus.  Johann Strauss seinerseits dirigierte bei den Nachmittags-Conversationen die ab dem 7. März jeweils sonntags im Salon des k.k. Volksgarten von präzise 4 Uhr bis 9 Uhr statt fanden. Die Aufführung des Opus 127 „Deutsche Lust, oder Donaulieder ohne Text“ wurde in jeder Annonce der ersten Conversationen extra hervorgehoben.

Ab dem 14. März kam ein Veranstaltungsort ins Programm von Johann Strauss in dem er seit mehr als 7 Jahren nicht mehr aufgetreten war, nämlich „Wagner´s Kaffehhause im Prater“, wo „zur Verherrlichung des Frühling-Anfangs, bey günstiger Witterung“, ein Musikalisches Ständchen angekündigt wurde.

Philipp Fahrbach indes nahm eine Capellmeisterstelle bei der Militär-Kapelle des löbl. k.k. Linien-Infanterie-Regiments Hoch- und Deutschmeister an und exekutierte mit dieser Kapelle vorerst weiterhin die Musik in Zögernitz´s Casino. Ab dem 25. April übernahm dann Johann Strauss die Musik bei den sonntäglichen Nachmittags-Conversationen in Ober-Döbling.

 

Fahrbach musste die Rolle des Militär-Kapellmeisters wohl aus ökonomischen Gründen annehmen. Die wirtschaftliche und soziale Krise in der Monarchie bedingte einen Rückgang der Konzert- und Ballbesuche und außer Strauss und Lanner konnten sich die privaten Kapellmeister auf Dauer die Erhaltung einen Orchesters nicht mehr leisten.

 

Ludwig und Carl Morelly, die wir beide schon erwähnten, hatten einen dritten musizierenden Bruder, Franz Morelly. Dieser veranstaltete am 31. März im Hotel zur goldenen Birn die große Fest-Soirée mit der Bezeichnung „Heimaths-Feyer“ unter freundschaftlicher Mitwirkung des Herrn Capellmeisters Joseph Lanner. Franz Morelly ging zweimal nach Ostindien, das zweite Mal, um nicht wieder zurückzukehren. Das erste Mal, durch die englische Compagnie engagiert, reiste er nach einigen Quellen im Jahre 1842, aber vermutlich schon 1841 als Regiments-Capellmeister nach Ostindien ab. Vermutlich stimmt 1842 nicht, denn die Soiréen, die schon erwähnte am 31. März und die am 6. Mai in Lindenbauer´s Casino waren seine Abschiedssoiréen. Der Titel seines Walzers, „Abschieds-Toaste“ läßt ebenfalls darauf schließen. Morelly´s Frau ging nur bis London mit ihm, sie wollte um keinen Preis weiterreisen, so ging denn Morelly allein über den Ocean. Im Bombay empfing er die Briefe seiner Gattin, welche ihn endlich bewogen, seine glänzende Stellung aufzugeben und nach Europa zurückzukehren. Die Morelly Brüder werden häufig verwechselt und vermischt.

 

Gleiches gilt auch für die Fahrbach-Familie. Philipp Fahrbach der Ältere von dem wir schon wiederholt berichteten, war der Bruder von Anton Fahrbach, Joseph Fahrbach und Friedrich Fahrbach. Friedrich Fahrbach soll von seinem älteren Bruder Joseph ausgebildet worden sein, und ebenfalls als Flötist bei Johann Strauss und Joseph Lanner gespielt haben. Später soll auch er eine eigene Kapelle gehabt haben und er soll von 1848 bis 1855 Militärkapellmeister gewesen sein und später als Musikdirektor und Musiklehrer in Italien gearbeitet haben. Ob sein musikalischer Werdegang soviel Ähnlichkeit mit dem seines jüngeren Bruders Philipp hatte von dem wir ja bestimmter wissen, daß er in der Strauss-Kapelle als Flötist tätig war und der sowohl eine eigene Kapelle unterhielt als auch Militärkapellmeister war, oder ob Fakten vermischt werden ist nicht klar.

1841 wurde er jedenfalls mit einem eigenen, ausgezeichneten Orchester im Casino im Landgut angekündigt.

 

Folgende Details sind über die 4 musizierenden Fahrbachs verbreitet:

Joseph Fahrbach (* 25. August 1804 † 6. Juni 1883) war von 1841–1848 Militärkapellmeister, danach Kanzlist bei Erzherzogin Sophie, zwischen 1857–1867 Flöten- und Gitarrenvirtuose der Hofkapelle und des Hofoperntheater. Zuletzt führte er eine eigene Musikschule

Friedrich Fahrbach (* 17. September 1809 oder 1811 † 19. März 1867 in Verona) war von 1848 bis 1855 Militärkapellmeister

Philipp Fahrbach der Ältere lebte vom 25. Oktober 1815 bis 31. März 1885. Ihm begegnen wir noch häufig.

Anton Fahrbach (* 10. Februar 1819 † 1. Dezember 1887) soll Flötist am Hofburgtheater gewesen sein und ebenfalls als Flötist bei Johann Strauss Vater und Josef Lanner gespielt haben. Später leitete er offenbar eine Flötenklasse am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Am 25. April eröffnete das Colosseum zum ersten Mal. Dort leitete Franz Ballin die Tanz-Musik.

 

Die große Frühlings-Assemblée am 1. Mai zur Eröffnung der Gärten und Sommer-Säle zum Sperl wurde dieses Jahr nicht so ausführlich beworben als früher. In der Annonce wurde nicht erwähnt, wer von 1 Uhr bis Mitternacht die Musik leitete. Vermutlich war es Johann Strauss. Augustin Corti dagegen kündigte ihn für die „Große Frühlings-Feyer welche am 3. May 1841 im k.k. Volksgarten, unter Mitwirkung zweyer Musik-Chöre“ stattfand und für welche der ganz neu decorierte Salon noch besonders ausgeschmückt und beleuchtet wurde, groß an.

 

Mit dem Orchester Johann Strauss der bei diesem Fest sein neues großes Potpourri mit dem Titel „Musikalisches Tagesblatt“ erstmals vortrug, spielte die Regiments-Kapelle Hessen-Homburg abwechselnd. Das neue Werk soll bereits tags zuvor in der Wiener Zeitung durch Tobias Haslinger erstmals angekündigt worden sein.

Von Mai an war, wie in den Vorjahren der Wochenkalender wohl ausgefüllt.

Montags wurde für Feste freigehalten

Dienstags: große Soirée im k.k. Volksgarten

Mittwochs: Große Soirée in den Lustgärten und Sommer Sälen beim Sperl

Donnerstags: ab 3. Juni Soirée in Unger´s Kaffehause

Freitags: große Soirée im k.k. Volksgarten

Samstags: Große Soirée in den Lustgärten und Sommer Sälen beim Sperl

Sonntags: Nachmittags-Conversation im Casino Zögernitz

 

Am 8. Mai zeigte Tobias Haslinger das Opus 126, „Erinnerung an Ernst, oder Der Carneval von Venedig“ mit dem Zusatz „Diese Fantasie eignet sich ganz vorzüglich zur Production in gesellschaftlichen Zirkeln“ an, soll woll heissen, es ist ein lustiges Stück. Am 10. Mai folgte die Erstanzeige des Opus 125, „Elektrische Funken“ und am 12. Mai die Hefte 23 bis 25 von „Die junge Tänzerinn“, Opus 123 bis 125.

Joseph Lanner war in der Sommer-Saison unter anderem >zum großen Zeisig< , in Dommayer´s Casino, >zum grünen Thor< in der Roffranogasse und im Brauhausgarten zu Fünfhaus und natürlich  >zur goldenen Birn< engagiert. Im letzteren wechselte er sich mit Philipp Fahrbach und Ludwig Morelly ab. Und Joseph Lanner war in diesen, seinen letzten Lebensjahren, dominierend. In Pressemeldungen jener Zeit las man:

„Alles was echt und wahrhaft populär zu werden verdient, wird es auch gewiß. So ist Lanners Muße auf unglaublich schnelle und wirksame Weise ins Leben des Volkes gedrungen ..... Es ist interessant zu sehen mit welch lebhafter Theilname sein Wirken allenthalben, wo er öffentlich auftritt, gefeiert wird, wie man sich in seine Nähe drängt, um an der Quelle seiner bezaubernden Töne zu stehen, sie schallend, aus voller Brust herausgestoßen, die Bravos im Saale herumfliegen, wie so Alles Jubel und Lust in einem Augenblick ist, wenn seine Geige den Ton angibt. ..... Früher war die Losung Strauss und Dommayer ! Jetzt ist sie mit eben so vielem Rechte Lanner und Dommayer. Die außerordentliche Frequenz, welche das Publikum jedes Mal, wenn Lanner spielt, diesem eleganten Hitzinger Salon schenkt, ist der schlagendste Beweis für die Wahrheit unserer Behauptung, daß Lanners Name einen Grad von Beliebtheit errungen habe, der beinahe keine Steigerung mehr zu gestatten scheint.“

 

Auch für das traditionelle Blumenfest, verbunden mit einem glänzenden Ball in den Sälen und Gärten zum Sperl welches am 17. Mai geplant war, dann aber erst am 24. Mai stattfinden konnte, erwähnte Scherzer die musikalische Begleitung nicht. Johann Strauss, der an diesem Abend sein Opus 131, den Walzer „Die Wettrenner“ uraufführte und „der Sperl“ waren inzwischen ein und dasselbe.

 

Zum Namenstag von Kaiser Ferdinand befand sich die Kaiserin Maria Anna auf einer Reise die sie über Klagenfurt nach Modena führte und auf der sie auch Reggio besuchte. Die Reise dauerte mehr als 2 Monate. Der Technik-Interessierte Kaiser besichtigte derweil die Kaiser-Ferdinand-Wasserleitung. In der Wiener Zeitung lasen die Wiener dies so: „Am 30. April d. J. geruhten Allerhöchstseine Majestät unser allergnädigster Kaiser und Herr die Allerhöchst Ihren Namen führende im Bau begriffene, und seit dem Monathe October 1840 theilweise schon in Gang gesetzte neue Wasserleitung ..... in Augenschein zu nehmen um Sich in Höchsteigener Person von den Fortschritten dieses großartigen Baues die Überzeugung zu verschaffen“ usw. Der Fortschritt hielt Einzug !

 

Indessen kündigte A. Corti „zur Vorfeyer des Allerhöchsten Nahmensfestes Sr. Majestät des Kaisers Freytag, den 28. May 1841“ eine große Fest-Soirée „bey außerordentlicher Beleuchtung und Decorierung“ im k.k. Volksgarten an. Johann Strauss brachte zur Verherrlichung dieses Abends mit seinem Orchester erstmals die Ouverturen der Opern La Favorite von Donizette und La Lac de Fées von Auber, sowie Andante der C-moll Sinfonie von Beethoven zur Aufführung. Außerdem war der Sänger Herr Stark engagiert der am Schluße des Potpourris „Musikalisches Tagsblatt“ ein neues Duett für Baß und Sopran vorgetragen hat. Die Regiments-Musik Hessen-Homburg spielte wieder abwechselnd.

Ab Juni war der Kalender von Johann Strauss mit Ausnahme der Montage dann gänzlich ausgebucht, denn ab dem 3. Juni fanden jeden Donnerstag ab 6 Uhr Soiréen in "Unger´s Kaffehhause" vor der Hernalser Linie statt.

Unger´s Kaffehhause vor der Hernalser Linie

 

Das erste der Feste die Johann Strauss in diesem Sommer selbst veranstaltete war die außerordentliche Fest-Soirée am 22. Juni im k.k. Volksgarten für das er sein Opus 129, den „Adelaiden-Walzer“ komponierte und Frau Adele von Latinowits, geborenen Baronin von Geramb widmete.

 

Als nächstes folgte ein großes Garten-Fest mit Ball am zweiten Tage des Brigittenauer Kirchtages, dem 5. Juli „im Sperl“ unter der Bezeichnung „Der Heimath schönster Schmuck“. Dafür komponierte Johann Strauss sein Opus 136, den Walzer „Stadt-und Landleben“.

 

Das Fest selbst und die Besprechung des Festes „im Humorist“ fiel wie erwartet großartig aus.

Davor, am 28. Juni veranstaltete Corti im k.k. Volksgarten ein großes Gelegenheitsfest „zur Feyer der Aufstellung der großen Bildnissese Ihrer Majestäten des Kaisers Ferdinand I. und der Kaiserinn Maria Anna (gemahlt von Herrn Professor Leopold Kapelwieser)“. Johann Strauss hatte die Ehre die neuesten Tonpiecen vorzutragen. Die Regiments-Musik Hessen-Homburg brachte ausgewählte Musikstücke zur Ausführung. Die Bildnisse Ihrer Majestäten wurden um halb 8 Uhr auf eine feierliche imposante Weise enthüllt.

Am 12. Juli  veranstaltete Johann Strauss ein großes ländliches Fest unter dem Titel "Die Lust auf der Alm" im Ort Gaaden hinter der Brühl, bei Mödling rund 3 Stunden von Wien entfernt. 3 Stunden mit einem schnellen Fiaker wohlgemerkt!

Hunderte von Kutschen, Equipagen, Gesellschafts- und Zeiselwagen aus Wien, Mödling und Baden, sowie Scharen von Reitern und Reiterinnen und Fußgängern sollen für zahlreichen Besuch des Festes gesorgt haben.

 

Weitere Feste im k.k. Volksgarten waren am 16. Juli ein großes Fest zur Gründung des Krankenhauses im Polizei-Bezirk Wieden, wieder mit der Militärmusikkapelle Hessen-Homburg und am 23. Juli eine große Fest-Soiree „zur Vorfeyer des allerhöchsten Nahmens-Festes Ihrer Majestät der Kaiserinn Maria Anna“ für welches Johann Strauss sein Opus 130 die „Jubel-Quadrille“ zur Uraufführung vorbereitet hatte. Das Fest fiel wie zahlreiche seiner Vorgänger dem Wetter zum Opfer und wurde am 25. Juli nachgeholt. Bei all diesen Festen führte Strauss jeweils sein Potpourri  „Musikalisches Tageblatt“ auf, zu dessen Schluß Herr Stark ein Duett für Baß und Sopran vortrug.

 

Am 26. Juli ist der Annentag, der Namenstag Anna.  Die Kaiserin hies mit dem ersten Namen Maria. Der Namenstag Maria ist am Neujahrstag.

„Im Sperl“ wurde das Annenfest am 26. Juli mit einem großen Garten-Fest mit Ball unter der Benennung „Blumen-Fantasterie“gefeiert, die Teilnahme von Johnann Strauss wurde in den Annoncen nicht angekündigt, kann aber angenommen werden.

Dieses Jahr fand die Abend-Unterhaltung welche alljährlich in der Rubrik Kundmachung im Amtsblatt der Wiener Zeitung angekündigt wurde und welche am Wasser-Glacis vor dem Carolienen-Thore mit Bewilligung der k.k. Nied. Oesterr. Landesregierung veranstaltet wurde am 29. Juli, als Nachfeier des Namensfestes Ihrer Majestät der Kaiserin zum Besten des k.k. Waisenhaus-Fonds statt. Johann Strauss hat nicht nur aus eigenem Antriebe und mit Rücksicht auf den wohltätigen Zweck  die Aufstellung und persönliche Leitung seines ausgezeichneten Orchesters übernommen, sondern hat  auch zur glänzenden Beleuchtung des ausgebreiteten Platzes beigetragen indem er ihm angehörende Beleuchtungsgegenstände überlies. Im Kiosk spielte die Regiments-Musik Hessen-Hoburg abwechselnd.

Am Sonntag dem 1. August dirigierte Johann Strauss persönlich sein großes Orchester bei einer außergewöhnlichen Soirée im k.k. Volksgarten bei der die „Jubel-Quadrille“ aufgeführt wurde und bei der auch Herr Stark mit einer neuen Piece von einer Madame Malibran komponiert, wieder teilnahm. 

 

Die sonntäglichen Nachmittags-Conversation in Zögernitz’s Casino übernahm ab August Philipp Fahrbach. Johann Strauss nutzte den freien Sonntag im August für die Veranstaltung unterschiedlicher Feste, auch außerhalb Wiens, so wie die großen musikalischen Soiréen in Wolfsberger’s neuem Kaffehhaus-Etablissement Sans-Souci in der Brühl, ab 4 Uhr.

Am 2. August erschien im Verlag Haslinger das Opus 127, der Walzer „Deutsche Lust, oder Donaulieder ohne Text“,  dem löblichen Philharmonischen Vereine in Nürnberg gewidmet.

Die nächste Ausgabe „die junge Tänzerinn“ erschien bei Haslinger am 9. August, die Hefte 22 – 26, opus 122-125 und 127. Haslinger veröffentlichte einige Tage zuvor auch das 1. bis 6. Heft der Walzer von Joseph Lanner in leichtem Stil und in leichten Tonarten und nannte diese „Tanz-Salon“. Heft 1 begann mit Lanner‘s Opus 170.

 

Am 16. Mai wurde die Bahnstrecke von Baden nach Wiener Neustadt eröffnet. In der allgmeinen Eisenbahneuphorie druckte Haslinger auch Strauss’es Opus 89 den „Eisenbahn-Lust–Walzer“ aus dem Jahr 1836 noch einmal und bot die Noten in der Wiener Zeitung neu an. Überall in Wien fanden Eisenbahn-Feste statt. Es erschienen Bücher über die „Reise auf der Eisenbahn von Wien bis Neustadt“, ein Bändchen über die Fahrt von Baden nach Neustadt und ein zweites über die Fahrt von Wien bis Baden. Die Fahr-Stunden der Züge wurden an allen Straßen-Ecken und Stations-Plätzen angeheftet und auch in den Kaffeehäusern verteilt. Besonders groß wurde der zunehmenden Eisenbahn-Euphorie im Colosseum gehuldigt. Es wurden mehrere besonders große Einsenbahnfeste abgehalten. Die 1000 Klafter, rund 2000 Meter lange Strecke vom Ende der Leopoldstadt nächst der Reiter-Caserne bis zum Colosseum wurde mit einem großen Wagenzug befahren mit welchem zu gleicher Zeit 220 Personen befördert werden konnten. Die Fahrten wurden von türkischer Musik begleitet welche auf einem Wagen in Form eines Segelschiffes voran fuhr. Der Wagen wurde „theilweise mittelst eines neu verfertigten grossen Maschin-Wagen ohne Pferde und ohne Dampfkraft“ betrieben.

Die Sommer-Saison neigte sich langsam dem Ende. Die Reihe der Soiréen in Unger’s Kaffehhause endete am 12. August.

Noch bevor Anfang Oktober das Gasthaus zur goldenen Birn zur Vermietung ausgeschrieben wurde, kündigte Johann Strauss in Annoncen an, daß es diese „beliebte Localität“ nur noch kurze Zeit gestatten wird ein großes Fest-Arrangement auszuführen und er plante daher am 16. August ein außerordentliches Gartenfest mit Ball unter der Benennung "Bilder heiterer Erinnerung" zu seinem Vorteil zu veranstalten. Das Fest fiel am 16. aus, es wurde am 18. neu angesetzt, konnte aber letztlich erst am 23. August statt finden. Strauss führte dabei sein Opus 132, den Walzer „Die Debutanten“ erstmals auf. Lanner der seit einer Weile Musik-Director >zur goldenen Birn< war, wich an diesen Tagen in Zögernitz’s Casino aus. Es wäre interessant zu wissen, ob diese Arrangement abgesprochen und einvernehmlich vereinbart worden war oder wie dieses zustande kamen.

Das Fest fand dann jedenfalls bei bestem Erfolge statt, die Garten- und Saallokalitäten waren überfüllt wie „der Humorist“ in seiner Besprechung berichtete.

Am Sonntag den 15. August fuhr Johann Strauss mit seinem Orchester erneut in das Helenen-Thal bei Baden wo er die Ehre hatte ein musikalisches Ständchen zu geben.

Das Helenental ist ein Teil des Schwechattales im Wienerwald in Niederösterreich bei Baden rund 30 Kilometer von Wien. Das romantische Tal ist ein altbekanntes Erholungsgebiet für das nahe Wien und für die Badener Kurgäste.

 

Augustin Corti veranstaltete am 31. August ein großes Fest zum Besten der Versorgungs- und Beschäftigungs-Anstalt für erwachsene Blinde. Diese Anstalt die unter dem Protectorate Sr. kaiserl. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Franz Carl stand, wurde durch den Erlös auf gemeinnützigen Festen und Bällen regelmäßig unterstützt. Über Jahrzehnte fanden in der Faschingszeit die sogenannten Blindenbälle statt. Für die Musik bei dem großen Fest im k.k. Volksgarten sorgten Johann Strauss und das Musik-Chor des löbl. Infanterie-Regiments Hoch- und Deutschmeister unter der persönlichen Leitung von Philipp Fahrbach.

Die beiden Strauss-Söhne Johann und Josef die inzwischen 16 und 14 Jahre alt waren, inskribierten Anfang September an der kommerziellen Abteilung des polytechnischen Instituts in Wien.

 

Kaiser Franz II. (I.) erteilte bereits am 4. April 1805 der Studienhofkommission den Auftrag, ein Gutachten zur Frage der Errichtung eines polytechnischen Instituts in Wien auszuarbeiten. Im März 1810 wurde Johann Joseph Prechtl (1778-1854), damals Professor an der Wiener Realschule zu St. Anna, mit der Ausarbeitung eines Organisations- und Studienplanes für eine solche Anstalt betraut.

 

Einen ersten Entwurf legte Prechtl noch im selben Jahr vor, die endgültige Fassung erhielt am 31. August 1817 die kaiserliche Genehmigung und blieb als "Verfassung des k. k. polytechnischen Instituts in Wien" bis 1865 in Kraft. Prechtl selbst wurde am 24. Dezember 1814 zum Direktor der zukünftigen Lehranstalt ernannt. Kurz zuvor war mit den ehemaligen gräflich Loséschen Besitzungen auf der Wieden vor dem Kärntnertor (am heutigen Karlsplatz) ein geeigneter Baugrund für das Institut erworben worden. Am 6. November 1815 wurde das k. k. polytechnische Institut feierlich eröffnet, und bereits am folgenden Tag konnten in den entsprechend adaptierten Räumlichkeiten des auf dem Grundstück bestehenden Gebäudekomplexes die ersten Vorlesungen beginnen. Drei Professoren (von insgesamt geplanten acht) unterrichteten damals gerade 47 Studierende. Am 14. Oktober 1816 wurde der Grundstein für das heutige Hauptgebäude am Karlsplatz gelegt, im Herbst 1818 übersiedelte das Institut in das neue Haus. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Wiener Institut die bei weitem größte Einrichtung ihrer Art in der Habsburgermonarchie. Seine Ausstrahlung reichte weit über die Grenzen Österreichs hinaus, es wurde zum Vorbild zahlreicher Neugründungen polytechnischer Schulen in Städten des Deutschen Bundes.

Der Weg den die Strauss-Buben vermutlich täglich vom Hirschenhaus zum polytechnischen Institut zurücklegen mussten. Immerhin fast 2,5 Kilometer Distanz und 30 Minuten Gehzeit

 

Das Kaiserpaar reiste von Mitte August 1841 für einen Monat über Graz nach Ischl und kehrte am 20. September zurück nach Schönbrunn.

 

Am 6. September plante Johann Strauss, mit hoher Bewilligung, sein zweites Fest am Wasser-Glacis nächst dem Carolinen-Thor. Nach dem Wohltätigkeitsfest im Vorjahr wollte Strauss dieses Jahr ein eigenes und zwar ein außerordentliches Promenade-Fest unter der Bezeichnung "Pracht-Scene aus der Residenzwelt" veranstalten. Wie so häufig lies die Witterung das Fest nicht zu und es mußte am  9. September neu angesetzt werden. An diesem Tag klappte es offenbar.

Die letzte außerordentliche Fest-Soirée der Saison zum Benefice von Johann Strauss im k.k. Volksgarten fand am 19. September, wieder unter Mitwirkung des Musik-Chor Hessen-Homburg statt. Dabei wurde das „große charakteristische Ton-Gemählde „Die Schlacht bey Leipzig“ von 150 Individuen ausgeführt.

Tobias Haslinger zeigte am 18. September das 128. Werk, den „Apollo-Walzer“ erstmals an. Der mit der Strauss-Dynastie nicht verwndte Oscar Strauss nahm 66 Jahre später für seine Operette „Ein Walzertraum“ eine musikalische Anleihe bei Strauss´ Apollo-Walzer. Am 20. September folgte eine weitere Ausgabe von „die Neue Tänzerinn“ mit dem Opus 128.

Die letzten großen Soiréen zum Abschluß der Sommer Saison waren für den 28. September im k.k. Volksgarten und für den 29. September im Sperl angekündigt. Wenn die Witterung  günstig war wurden aber auch später noch Soiréen veranstaltet.

Am 3. Oktober begann die Reihe der Sonntag Nachmittags-Conversationen im k.k. Volksgarten die die ganze Winter-Saison über angesetzt waren und wobei in den Nachmittagsstunden die Musik im Garten und bei eintretender Kühle im Salon ausgeführt wurde. 

 

Am 2. November kündigte Tobias Haslinger das Opus 129 den „AdelaidenWalzer“, der Frau Adele von Latinowits geborenen Baronin von Geramb gewidmet an. Die Widmungsträgerin war eine Dame der Gesellschaft in Wien.

Im Herbst ging Johann Strauss wieder auf Reise. Auch dieses Jahr war es nur eine kurze Reise in die Nachbarländer und zwar, nach einigen Quellen zunächst nach Olmütz und Brünn und von Anfang November ab nach Preßburg und Budapest, von wo die Kapelle am 18. November wieder zurück in Wien war.

 

Die Wiener Zeitung kündigte am 31. Oktober an, daß Johann Strauss, die Musik bei der Nachmittags-Conversation im k.k. Volksgarten persönlich leiten wird. Wenn diese Annonce korrekt war, dann stimmen die Angaben über einen Besuch in Olmütz und Brünn nicht. Andernfalls handelte es sich bei der Annonce um eine Verwendung der Vorlage der wöchentlich wiederholten Anzeige.

 

Während der Abwesenheit war die Vertretung durch Carl Bendl in Wien gesichert. Am 7. und 14. November leitete Bendl die Musik bei den  Nachmittags-Conversationen im k.k. Volksgarten vertretungsweise.

 

Weder die Reiserouten noch die Stationen dieser Reise sind genau bekannt und auch über die Veranstaltungen während der Reise wissen wir nicht viel. Nach einem Bericht „im Humorist“ soll Strauss am 11. November im Redoutensaal in Pest-Ofen ein Konzert gegeben haben. In Pest war Johann Strauss zuletzt 1833 zur Eröffnung der Redoutensäle. Die Rückkehr nach Wien könnte um den 18. November gewesen sein. Für die Conversation am 21. November im k.k. Volksgarten wird am 20. noch Carl Bendl als Vertreter „aufgrund Strauss’ens Abwesenheit“ genannt, am 21. aber wird Johann Strauss  persönlich angekündigt.

 

Der „Humorist“ berichtete, nachdem Strauss bereits in Wien zurück war, von einer Wollmesse in Pest und von Konzerten von Johann Strauss, nennt aber keine verläßlichen Daten. Insgesamt soll Strauss bei 2 Bällen und bei mehreren Reunions in Pest, zusammen bei 5 Produktionen mitgewirkt haben.

 

Nach einem Artikel von Mitte Oktober im „Humorist“ wurde Strauss f[r einige Bälle nach Pest gewonnen. Er sollte am 5. November in Pest eintreffen und am 7. November den erste großen maskierten Ball im Redoutensaale Pest leiten.

Die Rückreise soll über Raab und Preßburg erfolgt sein.

 

Das alljährliche Katharinen-Fest am 24. November wurde im Sperl mit einem großen Katharinen-Festball gefeiert für den Johann Strauss sein Opus 135, den Walzer „Die Tanzmeister“ komponierte und abends ab 8 Uhr in den unteren Localitäten des Sperl aufführte. Die oberen Säle waren wegen eines großen Umbaus nicht benutzbar.

 

Am 4. Dezember erschien die „Jubel-Quadrille“, Johann Strauss’es Opus 130 im Verlag Haslinger

Die Vorbereitungen auf den Carneval 1842 waren schon in vollem Gang. „Im Sperl“ entstand ein zusätzlicher Saal im griechischen Stil mit Terassen der sowohl im Winter wie auch im Sommer genutzt werden konnte. Bereits am Weihnachtstag erschien die erste Annonce für Feste im kommenden Carneval. Der Tanzlehrer Herr Rabel kündigte ein Lancer-Fest am 10. Januar im Sperl an, zudem Johann Strauss die Ballmusik leiten wird.

 

Was sonst noch geschah:

 

  • 26. Januar: Großbritannien besetzt Hong Kong in China.
  • 20. Dezember: In London wird der Quintupelvertrag unterzeichnet, welcher auf die Unterdrückung von Sklavenhandel abzielt. Während Großbritannien, Österreich, Preußen und Russland den Vertrag anschließend ratifizieren, geschieht dies in Frankreich nicht.
  • Venedig erhält ein eigenes Hausnummernsystem, welches bis heute gültig ist.
  • 24. Juni: Die Berliner Schwermaschinenfabrik August Borsig liefert ihre erste Lokomotive aus.
  • 5. Juli: Tourismus-Pionier Thomas Cook organisiert die erste gemeinsame Reise in England für 570 Anhänger der Abstinenzbewegung.
  • 11. September: Der Maler John Rand erhält ein US-Patent über die von ihm erfundene Tube, die ursprünglich zum Befüllen mit Farbe gedacht ist.
  •  
  • 13. März: Uraufführung der Oper Il Proscritto von Otto Nicolai am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
  • 31. März: Uraufführung der 1. Sinfonie („Frühlingssinfonie“) von Robert Schumann durch das Gewandhausorchester Leipzig, Dirigent ist Felix Mendelssohn Bartholdy
  •  
  • 13. April: Die Semper-Oper in Dresden wird eingeweiht.

 

 

 

 

 

 

 

Das erste Opernhaus Sempers

  • 26. August: Auf Helgoland verfasst August Heinrich Hoffmann von Fallersleben den Text des Deutschlandliedes.
  • 17. Oktober: erste öffentliche Aufführung der 5. Sinfonie von Franz Schubert in Wien
  • 24. November: Die Posse mit Gesang Das Mädl aus der Vorstadt von Johann Nestroy hat seine Uraufführung am Theater an der Wien bei Wien. Die Musik stammt von Adolf Müller senior. Das Stück läuft mit Erfolg bis 1862.
  • 17. Juli: Mit der Feuerwehr Meißen wird die erste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands nach heutigem Verständnis gegründet.

Geboren:

 

  • 31. Mai: William Rockefeller, US-amerikanischer Wirtschaftsmagnat († 1922)
  • 8. September: Antonín Dvořák, tschechischer Komponist († 1904)

So viele Strauss-Freunde haben bisher meine Baustelle besucht

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© Claus Kegel, Bukarest 2016